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	<title>Cambodia Log &#187; Genf</title>
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	<description>Travel notes by Stefan</description>
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		<title>Von Genf nach Hermance mit dem Fahrrad</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 18:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder gibt es wenig zu berichten. Nachdem die Fellows nach hause gefahren sind, konzentriere ich mich auf meine eigentlichen Aufgaben, insbesondere eine Fallstudie über die ILO und indigene Völker in Kambodscha und einen Newsletter über die ILO und indigene Völker. Beides liegt mir am Herzen und erlaubt mir gleichzeitig, mit Leuten in unterschiedlichen Bereichen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder gibt es wenig zu berichten. Nachdem die Fellows nach hause gefahren sind, konzentriere ich mich auf meine eigentlichen Aufgaben, insbesondere eine Fallstudie über die ILO und indigene Völker in Kambodscha und einen Newsletter über die ILO und indigene Völker. Beides liegt mir am Herzen und erlaubt mir gleichzeitig, mit Leuten in unterschiedlichen Bereichen der ILO in Kontakt zu treten und zu lernen, wie unterschiedliche Bereiche der Organisation funktioniert. Bis ich am 21. Dezember nach Deutschland fliege, will ich sowohl für den Newsletter wie auf für die Fallstudie einen Entwurf fertig haben. Das ist eine Herausforderung und da es sonst wenig zu berichten gibt, spare ich mir hier das Geschwätz und bringe nur ein paar Bilder von der Fahrradtour, die ich Sonntag unternommen haben.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3214.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /><br />
<span id="more-161"></span></p>
<p>Diesmal möchte ich das südliche Ufer des Sees erkunden. Mein Plan ist, dem Ufer bis zur französischen Grenze zu folgen, eine Strecke von etwa 20 Kilometern, auf der ich durch Cologny, Vandoeuvres, Collonge, Corsier, Anieres bis Hermance fahre. Die letzten zwei Wochen habe ich die Sonne nicht gesehen. Das Wetter ist hier ziemlich gleichförmig, etwas ueber Null und trueb. Eigentlich ziemlich langweilig.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3205.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Mittlerweile ist es auch in Genf ziemlich herbstlich. Bei dieser Gelegenheit wird auch der aus meiner Sicht leicht krankhafte Sauberkeitssinn der Schweizer augenscheinlich. Überall laufen Leute in gelben Anzügen herum, mit Gebläsen auf dem Rücken, mit denen sie auch noch das letzte Blatt von allen Strassen und Grünflächen entfernen. Jeden Tag sind diese Leute rund um die ILo unterwegs und das Geräusch der Gebläse ist ein ständiger Begleiter meines Alltags im Büro. Der Ehrgeiz dieser Leute scheint darin zu liegen, dass die Blätter gar nicht erst den Boden berühren. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3206.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Auf den ersten Kilometern folge ich einer breiten Allee mit großzügigen Radwegen die Uferpromenade entlang. Später biege ich auf eine Landstrasse ab, auf der es nur noch selten Radwege gibt. Von hier aus sehe ich den See nur noch gelegentlich und nur von weitem.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3207.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das Ufer scheint komplett privatisiert und ein Zugang für die Öffentlichkeit nicht möglich zu sein. Zwar gibt es häufig kleine Strassen, die zum See hinunterführen. Diese enden allerdings regelmäßig an den hohen Toren herrschaftlicher Grundstücke mit feudalen Häusern. Meistens gibt es ein Schild mit dem Hinweis, dass das Gelände vom Wachschutz gesichert wird.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3208.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3209.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Nach eineinhalb Stunden bin ich in Hermance angekommen, einem kleinen Ort an der Grenze zu Frankreich. Es ist ziemlich idyllisch hier.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3210.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3211.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Die Häuser sind alt und eine Gruppe von Gebäuden auf einer Erhebung wirkt wie der Rest einer stark befestigten Siedlung.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3212.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3213.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3214.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Von hier sind es nur noch wenige hundert Meter bis zur Grenze. Der Grenzposten wirkt ziemlich verlassen und hätte ich nicht gewusst, dass es sich um eine Grenze handelt, ich hätte es nicht gemerkt.</p>
<p>Grenzübergang von der französischen Seite.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3215.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Von hier aus begebe ich mich wieder auf den Rückweg. Zunächst auf einer engen Strasse, die sich etwas weiter vom See entfernt auf dem Bergrücken hinschlängelt. Da ich langsam müde werde, bin ich die vielen Schlenker und Hügel bald leid und fahre wieder auf die breitere Strasse, auf der ich hergekommen bin.</p>
<p>Wieder in Genf fahre ich noch die Einkaufsstrasse entlang, die mit vielen Leuchten geballte Weihnachtlichkeit ausstrahlt. Da mir nicht weihnachtlich, sondern kalt ist, fehlt mir die Muße für Bilder und ich fahre nach hause.</p>
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		<title>Rhone</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2004 07:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich Tony am Freitag verabschiedet und Yuuki Samstag zum Flughafen gebracht habe, wird es nun wahrscheinlich etwas ruhiger im Büro. Einen großen Teil meiner Zeit habe ich bisher damit verbracht, die Fellows zu unterstützten und am Abend meine Bewerbungen zu schreiben. Letztere habe ich Montag abgeschickt. Zusammengenommen sieht es aus, als könnte ich meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3200.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Nachdem ich Tony am Freitag verabschiedet und Yuuki Samstag zum Flughafen gebracht habe, wird es nun wahrscheinlich etwas ruhiger im Büro. Einen großen Teil meiner Zeit habe ich bisher damit verbracht, die Fellows zu unterstützten und am Abend meine Bewerbungen zu schreiben. Letztere habe ich Montag abgeschickt. Zusammengenommen sieht es aus, als könnte ich meine ungeteilte Aufmerksamkeit nun auf meine anderen Aufgaben richten und ich bin damit nicht unzufrieden. Mehr als zwei Monate meines Praktikums sind nun vorbei und viele verschiedene Aufgaben haben mir auch einen Vorwand geliefert, mich wenig mit der Frage auseinanderzusetzen, was ich hier eigentlich will. Oft fand ich, dass meine Aufgaben und Tätigkeiten eher wenig mit meiner Ausbildung und meinen Interessen zu tun haben. Dennoch ist mein Eindruck bisher, dass mir im Projekt erheblich Freiheit für Eigeninitiative eingeräumt wird, von der ich bisher nicht viel Gebrauch gemacht habe. Für die verbleibenden vier Monate muss ich mir nun klar werden, wofür ich diese Zeit nutzen will und was ich vor meiner Abreise gern erreichen möchte. Bisher habe ich leider nur vage Vorstellungen. Nachdem die vergangene Woche eher anstrengend war, nutze ich das Wochenende, um mich mit wenig aufregenden Dingen zu beschäftigen und mein Schlafdefizit auszugleichen. Am Sonntag unternehme ich einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad entlang der Rhone.<br />
<span id="more-160"></span><br />
Genf ist nicht sehr groß und von meiner Unterkunft aus muss ich nicht weit fahren, um im Grünen zu sein. Entlang der Rhone führt ein Weg durch den Wald, den ich Richtung Osten entlangfahre. Ich sehe zahlreiche Enten sowie Kormorane, Reiher und Schwäne.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3198.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Unter dieser Eisenbahnbrücke fließen Rhone und L’Arve zusammen. Ich bin überrascht, auf dem ganzen Weg praktisch niemandem zu begegnen. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3199.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Über die Brücke im Hintergrund führt eine Autobahn.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3200.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3201.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Vereinzelt stehen herrschaftliche Häuser am Ufer. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3202.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Blick von der Brücke.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3203.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Auf der anderen Seite des Flusses fahre ich noch ein Stück weiter, bevor ich mich auf den Heimweg mache. Dabei komme ich am lokalen Porschehändler vorbei. Das Straßenbild überall in Genf lässt vermuten, dass hier guter Umsatz gemacht wird.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3204.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weitere Verhandlungen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2004 07:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag und Freitag bin ich dann wieder bei den Sitzungen in den UN. Es finden wenig Plenarsitzungen und viele informelle Treffen statt. Es ist nicht leicht, den vielen parallel verlaufenden Prozessen zu folgen und ich bin beeindruckt, wie es den Teilnehmern gelingt, den Überblick über den Verlauf der Verhandlungen zu behalten. Dieser ist sehr technisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3197.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Donnerstag und Freitag bin ich dann wieder bei den Sitzungen in den UN. Es finden wenig Plenarsitzungen und viele informelle Treffen statt. Es ist nicht leicht, den vielen parallel verlaufenden Prozessen zu folgen und ich bin beeindruckt, wie es den Teilnehmern gelingt, den Überblick über den Verlauf der Verhandlungen zu behalten. Dieser ist sehr technisch und zum Grossteil bestehen die Verhandlungen daraus, abzutasten, welche Artikel und welche Formulierung für die andere Seite annehmbar sind. Gelegentlich kommt es zu dramatischen Entwicklungen. Zum Beispiel wird bekannt, dass ein Grossteil der sonst eher schweigsamen europäischen Regierungen sich kurz vor Mitternacht auf die Seite Großbritanniens schlägt und es grundsätzlich ablehnt, Gruppenrechte als Menschenrechte zu akzeptieren, was letztlich nur eine Ablehnung der Erklärung als ganzer zur Folge haben kann. Das ereignet sich kurz vor Mitternacht am Donnerstag und in einem Sitzungssaal, der bis kurz vorher nicht bekannt gegeben worden war. Es scheint, dass diese Intervention seit Wochenbeginn geplant und Ausdruck einer eher zynischen Verhandlungsstrategie ist. Ich erinnere mich daran, dass der deutsche Botschafter gestern sagte, dass europäische Regierungen sich zunehmend darum bemühen, mit einer Stimme zu sprechen und vermute, diese Position ist ein Ausdruck dieser Bemühungen. Angesichts der Vielzahl von gleichzeitig stattfindenden Sitzungen entscheide ich mich meistens für die Treffen, in denen Vertreter Asiens sich abstimmen und verhandeln.<br />
<span id="more-159"></span><br />
Der Zynismus und die Ungerechtigkeit der Verhandlungssituation sind mit Händen zu greifen. Hier sitzen Vertreter von Staaten wie den USA oder Australien, die auf Territorium gegründet sind, welches sie den angestammten Bewohnern geraubt haben. Dabei haben sie nicht nur deren Rechte missachtet, sondern mit den hässlichsten Methoden systematisch versucht, sie zunächst auszurotten und später zu assimilieren. Heute verstehen sich diese Länder als Einwanderungsländer und tun so, als wären alle Buerger eines Tages freiwillig immigriert. Dabei verschweigen sie, dass etwa nicht alle Buerger Amerikas eingewandert sind, sondern andere Gruppen zuvor dort selbstregierte Gesellschaften gebildet haben. Deren Mitglieder sind nicht nach Amerika gekommen, sondern Amerika zu ihnen. Sie haben nicht darum gebeten, Buerger dieser Länder zu werden. In anderen Weltgegenden sind diese Prozesse anders verlaufen, aber es gibt wichtige Parallelen. In weiten Teilen Asiens und Afrikas etwa haben Kolonialmächte ihre Reiche in Verwaltungseinheiten aufgegliedert und die Grenzen zwischen diesen waren zunächst nichts als Linien auf kolonialen Karten. Das war zunächst kein Problem, denn kein Vertreter der Kolonialmächte war je in diese Gegenden gekommen und das Leben der Mitglieder unterschiedlicher Völker innerhalb dieser Gebiete änderte sich oft nicht, sofern die Gruppen weiterhin in Isolation von der dominanten Gesellschaft lebten. Die Probleme begannen oft erst, nachdem durch die Entkolonialisierung unabhängige Länder entstanden, die als moderne Nationalstaaten alle Menschen auf ihrem Territorium in ihre nationalen Gesellschaften zu integrieren versuchten, oft unter massiver Anwendung von Gewalt und Zwang. Mitglieder zuvor unabhängiger und selbstregierter Gruppen fanden sich als Minderheiten in Nationalstaaten wieder, ohne je um Mitgliedschaft in deren Gesellschaften gebeten zu haben. Oft unterscheiden sich diese Prozesse nicht wesentlich von der Kolonialisierung, nur dass sie innerhalb von Staaten verlaufen. Die von europäischen Mächten kolonialisierten Gesellschaften haben ihre Unabhängigkeit zurückerhalten und es ist weithin anerkannt, dass sie ihnen zuvor unrechtmäßigerweise genommen wurde. Im starken Gegensatz dazu sind Völker innerhalb dieser Länder weiterhin besetzt und fremdbestimmt, ohne dass davon oft Notiz genommen wird. Praktisch in allen Ländern gehören die Mitglieder dieser Gruppen zu den ärmsten Segmenten der Gesellschaft und die Quelle dieses Missstandes ist vor allem ihre fortgesetzte Entrechtung. Und hier sitzen die Vertreter diesen Völkern Regierungen gegenüber, die nicht ihre sind, aber die Herrschaft über sie beanspruchen. Diese Regierungen unterstreichen fortwährend die Bedeutung ihrer territorialen Integrität, schweigen aber lieber darüber, dass ihre Staaten auf dem Territorium anderer Völker gegründet sind. Der Gipfel des Zynismus ist dann ihre Annahme, dass nur Individuen, jedoch nicht Gruppen Rechte haben. Schließlich haben diese Staaten Gruppenrechte zuvor in ihren Händen monopolisiert und Ausdruck dieser Tatsache ist es, dass hier Regierungen unter sich die Rechte indigener Völker verhandeln, während deren Mitglieder nur zusehen und kommentieren dürfen.</p>
<p>Für den Abend hat die norwegische Delegation zu einem Empfang eingeladen. Dieser findet in Räumen der UN unter dem Dach statt, mit grandiosem Blick auf den See, Genf und die Berge. Dieser Empfang dient offenbar auch dazu, aufzuzeigen, wie vorbildlich das Land mit seiner indigenen Gruppe, den Sami, umgeht. Sami leben heute in einem Gebiet, das sich von Norwegen über Finnland bis nach Russland streckt und haben erheblich Selbstregierungsrechte und ein eigenes Parlament. Während der ganzen Woche bin ich meistens mit den Fellows unterwegs sowie mit Rukka, einer jungen Repräsentantin indigener Völker in Indonesien. Rukka macht viele Fotos und hat sie mir netterweise zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Sami Repräsentant hält Rede.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3190.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Rechts Victoria Tauli-Corpuz, die den meisten indigenen Sitzungen vorgesessen hat und eine Art Verhandlungsführerin der indigenen Seite ist. Sie arbeitet für die Tebtebba Foundation, eine der wichtigsten indigenen NGOs. In der Mitte ein Vertreter aus Costa Rica, deren Namen ich nicht kenne.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3191.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Rechts Matthias, der hier die Sami vertritt und in Verhandlungen ausgesprochen stark und informiert auftritt. Links Victoria und rechts von ihr Ratnaker aus Indien, ein fitter Anwalt, der für IWGIA arbeitet, eine andere wichtige NGO.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3192.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Links eine Sami Frau die ich nicht kenne und rechts Davashish Roy, auch ein Anwalt, der aus Bangladesh kommt und für IWGIA arbeitet.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3193.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Rechts ein anderer Vertreter aus Bangladesh, links davon eine Repräsentantin der japanischen Regierung, zwei Repräsentanten der Ainu in Japan, und links ein Vertreter aus dem Tibet.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3194.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Links Jocelyn Nettleton, die für Tebtebba arbeitet und eine bekannte Aktivistin ist, die auch wichtige Arbeit im Zusammenhang mit der World Commission on Dams geleistet hat.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3195.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ein Professor der Politikwissenschaft aus Japan, umgeben von den beiden charmanten Regierungsvertretern aus Japan.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3196.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Rechts ein Vertreter von den Philippinen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3197.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Freitag gibt es am Morgen eine kurze Plenarsitzung und anschließend viele informelle Treffen. Die abschließende Diskussion im Plenum ist für 15 Uhr geplant, wird dann jedoch eine Stunde verschoben, weil der Vorsitzende sich noch mit verschiedenen Regierungen berät. Auf der anderen Seite bemühen sich die Vertreter indigener Völker um eine geeinte Position, während unsicher ist, ob diese noch Eingang in den abschließenden Bericht des Vorsitzenden finden wird. Dieser wird dann kurz vor 16 Uhr vorgelegt und besteht aus nur zwei Seiten. Im Kern besteht die Aussage darin, dass ein Konsens in Bezug auf viele Artikel hergestellt werden konnte und für andere Artikel nach weiteren Diskussionen zu erwarten ist. Daher wird eine Verlängerung des Mandats der Arbeitsgruppe empfohlen, um die Verhandlungen in 2005 fortzusetzen und die Erklärung schließlich anzunehmen. Viele der Leute, mit denen ich spreche finden den Bericht angesichts der vorangegangenen Diskussionen eher positiv. Während viele Teilnehmer eine dramatische finale Sitzung erwartet hatten, sind die letzten Diskussionen wieder eher technisch. Es geht  vor allem um den genauen Wortlaut des Berichtes und zum Beispiel die Frage, ob der Hungerstreik erwähnt werden soll, was vor allem von Russland und den USA zu verhindern versucht wird. In vielen Fällen ist mir nicht klar, welchen Unterschied die alternativen Formulierungsvorschläge überhaupt machen. Kurz vor 18 Uhr gibt dann das für die Übersetzung zuständige Büro bekannt, dass die Übersetzer ihre Arbeit um 18 Uhr einstellen werden. Das liegt vor allem daran, dass diese Treffen den Ruf haben, bis lange in die Nacht fortgesetzt zu werden. Um 18 Uhr wird die Übersetzung tatsächlich abgebrochen und man sieht, wie sich die Übersetzer in ihren Kabinen die Mäntel anziehen. Der Vorsitzende sagt, man habe schon öfter Berichte ohne Übersetzung angenommen und setzt das Treffen fort, indem er seine Ansagen nacheinander in Englisch, Französisch und Spanisch vorträgt. Als er fast fertig ist, wird das Licht im Saal ausgeschaltet, um mit Nachdruck daran zu erinnern, dass die Sitzung jetzt beendet werden muss.</p>
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		<title>Empfang in der ständigen Vertretung Deutschlands</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2004 07:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Mittwoch hat die deutsche Vertretung eine ganztägige Veranstaltung für Teilnehmer des Carlo Schmid Programms organisiert. Nach anfänglichem Zögern entscheide ich mich, daran teilzunehmen und den UN Sitzungen fernzubleiben. Die Tagesordnung dieser Veranstaltung lässt darauf schließen, dass es vor allem um Karrieremöglichkeiten in internationalen Organisationen geht. Nach einem Kaffee wird die Veranstaltung von Botschafter Michael [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Mittwoch hat die deutsche Vertretung eine ganztägige Veranstaltung für Teilnehmer des Carlo Schmid Programms organisiert. Nach anfänglichem Zögern entscheide ich mich, daran teilzunehmen und den UN Sitzungen fernzubleiben. Die Tagesordnung dieser Veranstaltung lässt darauf schließen, dass es vor allem um Karrieremöglichkeiten in internationalen Organisationen geht.<br />
<span id="more-158"></span><br />
Nach einem Kaffee wird die Veranstaltung von Botschafter Michael Steiner im abhörsicheren Konferenzraum der Vertretung eröffnet. Michael Steiner war vorher außenpolitischer Berater des Bundeskanzlers und ist relativ bekannt. Er spricht dann auch recht offen über die Personalprobleme Deutschlands in internationalen Organisationen. Anschließend sprechen seine Kollegen über die Politik Deutschlands bei internationalen Organisationen in Genf, die Rolle der Vertretung und den Tagesablauf eines Mitarbeiters. Eher interessant war der Vortrag eines Mitarbeiter der UN Flüchtlingsorganisation über die Arbeit seiner Organisation und die Möglichkeiten, bei dieser einen Job zu bekommen. Ich erspare mir hier die Details. Grundsätzlich jedoch machen mir die Präsentationen nicht gerade Appetit darauf, längerfristig in der Vertretung oder einer internationalen Organisation in Genf zu arbeiten. Interessant für mich war noch, dass ein Mitarbeiter der Vertretung seinen Tagesablauf erörterte und es sich bei ihm um den Vertreter Deutschlands in den Sitzungen der Arbeitsgruppe über die Erklärung der Rechte indigener Völker handelte. Aus seiner Präsentation wurde sehr deutlich, dass er hier sonst nur solche Organisationen betreut, die mit Wirtschaft und Handel zu tun haben. Auf dem anschließenden Gang zum Restaurant hatte ich Gelegenheit, ihn in ein kurzes Gespräch zu verwickeln. Es wurde für mich ziemlich deutlich, dass er nur ein oberflächliches und von Unkenntnis und Stereotypen gekennzeichnetes Bild von indigenen Völkern und deren Problemen und Aspirationen hat. Ohne auf die Details einzugehen fand ich es recht enttäuschend, dass Deutschland von derart wenig geeigneten Personen vertreten wird in Angelegenheiten, die für viele der etwa 350 Millionen Mitglieder indigener Gruppen von erheblicher Bedeutung sind. Ich sprach auch mit einer Praktikantin der Vertretung, die auch an den Sitzungen teilnimmt und noch weniger von deren Gegenstand versteht.</p>
<p>Im Restaurant der Weltorganisation für geistiges Eigentum gab es dann Mittag in drei Gängen, während derer ein Vertreter der Interessenorganisation deutscher Mitarbeiter in internationalen Organisationen über seine Arbeit und die damit verbundenen Probleme sprach. Als wir anschließend wieder in der Vertretung angekommen waren, gab ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation einen Vortrag über Karrieremöglichkeiten in internationalen Organisationen und Hinweise für die anspruchsvollen Bewerbungsprozeduren. Dem Vortrag folgte nach einer Kaffeepause eine Paneldiskussion zwischen 8 deutschen Mitarbeitern internationaler Organisationen über Jobs und Karrieremöglichkeiten. Auch hier will ich nicht auf die Details eingehen. Erwähnenswert war für mich noch, dass im Verlauf mehrfach erwähnt wurde, dass die ILO für ihre kurzfristigen und minderwertigen Arbeitsverträge berüchtigt ist. Der anschließenden Diskussion folgte ein Empfang in der Vertretung einschließlich Häppchen.</p>
<p>An der ganzen Veranstaltung fand ich bemerkenswert, wie offen jeder Bestandteil dazu diente, Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen, die Selbstverständlichkeit, mit der die Teilnehmer davon Gebrauch machen und den Nachdruck und die Offenheit, mit dem die Vertretung Deutsche in internationale Organisationen zu befördern versucht.</p>
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		<title>Verhandlungen um die Erklärung der Rechte indigener Völker</title>
		<link>http://cambodia.mellenthin.de/archives/2004/12/06/entry00157/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2004 07:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Im starken Gegensatz zum Rest der Zeit, die ich bisher in Genf verbracht habe, war diese Woche sehr ereignisreich. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich eine hochrangige UN-Arbeitsgruppe getroffen hat, um über den Entwurf einer Erklärung über die Rechte indigener Völker zu beraten. Da ich am Anfang meines Praktikums gut verhandelt hatte, bekam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3185.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Im starken Gegensatz zum Rest der Zeit, die ich bisher in Genf verbracht habe, war diese Woche sehr ereignisreich. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich eine hochrangige UN-Arbeitsgruppe getroffen hat, um über den Entwurf einer Erklärung über die Rechte indigener Völker zu beraten. Da ich am Anfang meines Praktikums gut verhandelt hatte, bekam ich nun das Privileg, als Beobachter der ILO an den Plenarsitzungen sowie zahlreichen informellen Treffen teilzunehmen. </p>
<p>Von den beiden letzten Wochenenden habe ich einen erheblichen Teil im Büro verbracht. An den Wochentagen bemühte ich mich neben der Teilnahme an den Sitzungen auch darum, die Fellows bei ihren unterschiedlichen Aufgaben zu betreuen, so dass ich oft nicht einmal die Zeit fand, meine E-Mails zu lesen.<br />
<span id="more-157"></span><br />
Das Gebäude der ILO an einem Samstagmorgen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3188.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das Gebäude steht im Grünen. Das folgende Bild ist vom gleichen Standort aus fotografiert, nur in die andere Richtung. Die Pferde auf diesem Gehöft höre ich bei der Arbeit gelegentlich wiehern.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3189.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Nun jedoch zu den Sitzungen der Arbeitsgruppe. Der hier diskutierte Entwurf einer Erklärung der Rechte indigener Völker hat eine lange Geschichte, die ich hier nicht wiedergeben kann, genauso wenig wie den Verlauf der Verhandlungen. Dennoch werde ich kurz meine Eindrücke wiedergeben. Die Verhandlungen begannen vor mehr als 15 Jahren. Viele Hoffnungen haben sich auf diese Erklärung gerichtet und tausende Vertreter indigener Völker, Regierungen, indigene Organisationen überall auf der Welt, spezialisierte UN Organisationen und unabhängige Experten haben am Prozess der Beratung teilgenommen. Die Erklärung enthält sehr weitgehende Rechte, insbesondere das Recht indigener Völker auf Selbstbestimmung, was im internationalen Recht bisher Staaten vorbehalten ist und im Prinzip auch die Möglichkeit der Sezession und eines souveränen Staates enthält. Für viele Staaten mit indigenen Völkern ist diese Aussicht eher bedrohlich und sie fürchten – in manchen Fällen nicht völlig zu unrecht &#8211; um den Kern ihrer Staatlichkeit, die territoriale Integrität. Weitere kritische Elemente sind umfassende Rechte in Bezug auf Land und natürliche Ressourcen. Die Erwartungen indigener Völker sind im Verlauf dieses Prozesses zunehmend enttäuscht worden, da eine kleinen Gruppe von Regierungen systematisch verhindert, dass die Erklärung in ihrem Kerngehalt angenommen wird. Zu dieser Gruppe gehören insbesondere die USA, Russland, Großbritannien und Frankreich. Diese Woche nun wurde als entscheidend angesehen und das Ziel war, am Freitag die Erklärung anzunehmen. Nicht zuletzt, weil der Zeitplan keine Verlängerung vorsieht und der Prozess vollständig gescheitert sein könnte, sollte es diesmal nicht klappen. Außerdem geht in diesen Wochen die internationale Dekade der indigenen Völker zu Ende und der moralische Druck auf Regierungen ist größer als sonst. Nach all den Jahren der Verhandlungen hatte aber kaum jemand große Hoffnung, dass es zur Annahme des Textes kommen würde. Und so kam es auch.</p>
<p>Interessant war für mich nicht so sehr das Ergebnis, sondern der Prozess. Der Auftakt war am letzten Wochenende, wo sich die Vertreter indigener Völker trafen, um die Strategie für die kommenden Verhandlungen zu beratschlagen. Mehr als hundert Personen aus allen Teilen der Welt nahmen teil und ich hatte das Privileg, vielen von ihnen von meiner Chefin vorgestellt zu werden. Die Diskussionen waren geprägt von einem für mich beeindruckenden Maß an Sachverstand sowie gegenseitigem Respekt und dem Willen, zu einer geeinigten Position zu finden. </p>
<p>Montag war dann der erste Tag der Sitzungen in einem großen Plenarsaal der UN. Nach der Eröffnung der Sitzung ergriff eine Gruppe von indigenen Vertretern das Wort und erklärte, sie würden in Hungerstreik treten, um auf die Blockadehaltung bestimmter Regierungen hinzuweisen. Anschließend sang ein anderer Vertreter ein Gebet um die Geister günstig zu stimmen und alle Teilnehmer einschließlich der Regierungsvertreter erhoben sich respektvoll. Dieses Element scheint für Sitzungen dieser Arbeitsgruppe zur Standardprozedur zu gehören und dürfte sie von anderen Arbeitsgruppen erheblich unterscheiden. Nur der Vertreter der russischen Regierung lümmelte sich demonstrativ in seinem Sessel. Anschließend ergriff er das Wort um darauf hinzuweisen, dass Hungerstreiks und religiöse Manifestationen weder auf der Tagesordnung stehen noch zum Mandat der Arbeitsgruppe gehören und daher unterlassen werden sollten. </p>
<p>Plenarsaal. Auf der Tribüne sitzen der Vorsitzende sowie das Sekretariat, welches vom Büro des Hochkommissars für Menschenrechte gestellt wird. Im mittleren Teil sitzen die Vertreter der Regierung und internationalen Organisationen, während an den äußeren Tischen die indigenen  Vertreter sowie Repräsentanten zahlreicher NGOs und Medien sitzen. Hinter den Fenstern auf den Rängen sitzen Übersetzer.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3184.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3185.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Hungerstreikende.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3186.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Religiöse Manifestation.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3187.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Wie gesagt, ich will nicht in die Details gehen. Im Tagesverlauf werden im Plenum unterschiedliche Elemente der Erklärung diskutiert. Manchmal handelt es sich um zentrale Fragen wie die Substanz des Rechtes auf Selbstbestimmung. Bei anderen Gelegenheiten handelt es sich um scheinbar triviale Diskussionen über den Wortlaut einzelner Artikel, wie etwa die Frage, ob es „the land“ oder „their land“ heißen sollte. Bei vielen Gelegenheiten bin ich beeindruckt von dem bemerkenswerten Maß an intellektueller und rhetorischer Brillanz verschiedener Vertreter indigener Völker. Was sich hier abspielt steht in starkem Kontrast zu meinen Erfahrungen mit indigenen Völkern in Kambodscha, die vom Staat und dessen Vertretern eingeschüchtert sind und um ihre Rechte bestenfalls vorsichtig bitten. Es sind viele Professoren und Rechtsanwälte hier und oft zeugen deren Beiträge von einem viel detailierteren Verständnis der Erklärung im Besonderen und des internationalen Recht im Allgemeinen. Die Debatten verlaufen äußerst diszipliniert.</p>
<p>Neben den Plenarsitzungen und parallel dazu finden ständig informelle Sitzungen statt, an denen ich oft teilnehme. Meistens handelt es sich um regionale oder globale Treffen, während derer indigener Vertreter ihre Positionen abstimmen. Gelegentlich finden auch Sitzungen statt, an denen Regierungen teilnehmen. Bei diesen Sitzungen scheint die Grenze zwischen beidem gelegentlich zu verschwimmen und manche Regierungsvertreter reden relativ offen über ihre Positionen und Strategien. Oft werden bestimmte Themen auch bei einem Kaffee in der Cafeteria besprochen. Diese Sitzungen sind sehr interessant, weil sie tiefe Einblicke in die sehr unterschiedlichen Situationen und Interessen der Staaten und indigenen Völker erlauben. Verschieden Gruppen vor allem in den Amerikas haben im Verlauf der letzten Jahre relativ weitgehende Rechte erkämpft und sind nicht an einer Erklärung interessiert, deren Rechte hinter die Gesetzgebung der Länder zurückfällt, in denen sie leben. Im Gegensatz dazu gibt es etwa in Asien und Afrika für indigene Völker keine Rechte, hinter die die Erklärung zurückfallen könnte. Aus nord- und südamerikanischen Ländern sind zahlreiche Vertreter gekommen, die sehr bestimmt auf ihre Rechte pochen. Aus Asien kommen weit weniger Teilnehmer. Manche von ihnen haben früher im Guerillakampf mit den Armeen der Staaten gerungen, denen sie hier gegenüber sitzen und einige leben als Flüchtlinge im Ausland, da sie in ‚ihren’ Ländern als politische Kriminelle oder Terroristen gelten. Aus nahe liegenden Gründen sind ihre Bestrebungen und auch die Verhandlungen um die Erklärung seit dem 11. September schwieriger geworden. Ich zähle ganze drei Vertreter aus afrikanischen Ländern. Trotz der erheblichen Unterschiede ist bemerkenswert, mit welcher Geduld sich alle indigenen Vertreter auf gemeinsame Positionen zu verständigen suchen und sie sind damit meistens sehr viel erfolgreicher als die Regierungen auf der anderen Seite des Tisches. Ob es einen Unterschied macht ist allerdings nicht sicher, denn am Ende sind es die Regierungen, die allein über die Rechte indigener Völker entscheiden. Obwohl die Vertreter indigener Völker sehr zahlreich sind, bekomme ich den Eindruck, dass sich die meisten gegenseitig sehr gut kennen und dass viele von ihnen sich schon oft bei solchen oder ähnlichen Gelegenheiten getroffen haben. Zusammengenommen ist es für mich eine faszinierende Möglichkeit, ein besseres Verständnis der Arbeitsweise der UN zu entwickeln. Gleichzeitig lerne ich viele sehr interessante Leute kennen. Montagabend hat meine Chefin viele Teilnehmer zu sich nach hause eingeladen, wo ich Gelegenheit habe, mit einigen von ihnen zu sprechen. So vergehen Montag und Dienstag.</p>
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		<title>Coppet und Kino</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2004 16:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann nicht genug bekommen von meinem neuen Fahrrad und mache mich Sonntag früh auf den Weg zu einer weiteren Radtour, diesmal entlang des nördlichen Seeufers. Es ist relativ mild, windstill und etwas dunstig. Idylle am See. Der Ort heißt Coppet, etwa 15 Kilometer von Genf entfernt. Sogar ein Schloss gibt es hier. Für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann nicht genug bekommen von meinem neuen Fahrrad und mache mich Sonntag früh auf den Weg zu einer weiteren Radtour, diesmal entlang des nördlichen Seeufers. Es ist relativ mild, windstill und etwas dunstig.</p>
<p>Idylle am See. Der Ort heißt Coppet, etwa 15 Kilometer von Genf entfernt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3175.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /><br />
<span id="more-155"></span><br />
<img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3176.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Sogar ein Schloss gibt es hier.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3177.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3178.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Für den Abend habe ich mich mit Yuuki und ihrer Freundin Natsumi fürs Kino verabredet. Im Augenblick ist grad lateinamerikanisches Filmfestival in Genf. Wir finden nur einen Film mit einem englischen Titel und entscheiden uns spontan dafür. Der Film kommt aus Brasilien und spielt in Porto Allegre.</p>
<p>Natsumi entspricht vielen Klischees, sammelt zum Beispiel überall Souvenirs ein, hat die Taschen voller Elektronik, macht viele Fotos und mag es, fotografiert zu werden. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3179.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3180.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Wenige Minuten nachdem der Film angefangen hat ist klar, dass er zwar einen englischen Titel hat, sonst aber portugiesisch ist. Es gibt französische und deutsche Untertitel aber keine englischen. Mir gefällt der Film sehr gut, aber Yuuki und Natsumi müssen 123 Minuten aushalten, ohne ein Wort zu verstehen. Anschließend gehen wir zum Italiener essen und laufen nach hause.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3181.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Montag haben wir ein Briefing in der Weltgesundheitsorganisation in unmittelbarer Nähe der ILO. Im Anschluss fahren wir hoch zur Dachterrasse, wo ich viele Fotos mache, darunter die folgenden.</p>
<p>Im Hintergrund die Berge.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3182.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Im Hintergrund die ILO und Genf.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3183.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
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		<title>Mein Projekt, die Altstadt und mein neues Fahrrad</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2004 16:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiterhin gibt es wenig Aufregendes zu berichten und ich fasse die wenig einschneidenden Ereignisse hier zusammen, um nicht aus der Übung zu kommen. Mit meinem Job kann ich mich arrangieren und bin auch manchmal ganz zufrieden, was dabei rauskommt. Zum Beispiel ist das Design für den Kalender fertig und wir haben von mehreren Seiten erfahren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiterhin gibt es wenig Aufregendes zu berichten und ich fasse die wenig einschneidenden Ereignisse hier zusammen, um nicht aus der Übung zu kommen. Mit meinem Job kann ich mich arrangieren und bin auch manchmal ganz zufrieden, was dabei rauskommt. Zum Beispiel ist das Design für den Kalender fertig und wir haben von mehreren Seiten erfahren, dass es gut ankommt. Nun wird das Teil in einer Stückzahl von 2500 gedruckt und verteilt. Ansonsten habe ich auch gelegentlich den Eindruck, dass die Fellows von der Zeit profitieren, die ich mit ihnen verbringe.</p>
<p>Freitag machte ich das folgende Foto von meinen Kollegen und den Fellows und nutze die Gelegenheit, meine Kollegen vorzustellen, von rechts nach link: Yuuki aus Japan; Mangeye, unsere Sekretärin aus Mauritius; Tony aus Indien; Francesca aus England; Birgitte, meine Chefin aus Dänemark; Walter aus Surinam und ich.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3158.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3164.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /><br />
<span id="more-154"></span><br />
Vielleicht ist es erwähnenswert, dass Walter ziemlich zu Begin seines Aufenthaltes sein Ausweis gestohlen wurde. Seit dem hat es enormer Anstrengung von fast allen am Projekt beteiligten Personen bedurft, um einen neuen Ausweis zu beschaffen. Leider ist es nicht gelungen, ein neues Visum zu bekommen. Da das alte nur bis zum 24. gültig ist, wurde Freitag kurzfristig entschieden, das Walter schon Montag abreisen müsste, um Ärger mit den Behörden zu vermeiden. Das ist sehr schade, denn das Programm geht noch eine Woche weiter. Schade ist auch, dass Walter im Verlauf der letzten Wochen vor allem mit seinem Ausweis und dem Visum zu tun hatte und daher wenig zum Programm beitragen oder davon gewinnen konnte. Erwähnt werden sollte auch auch, dass Walter nicht sehr erfolgreich darin ist, seine Probleme selbst zu lösen, aber mit großer Selbstverständlichkeit annimmt, alle anderen müssten sich pausenlos darum kümmern. Hier ein Bild von Walter mit seinem gescheiterten Visa-Antrag.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3159.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Blick am frühen Abend aus dem Fenster der ILO auf den Genfer See.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3160.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Für den Freitagabend hat Walter angeboten, bei Birgitte zu hausen surinamesische Spezialitäten zu kochen. Yuuki, die bei Birgitte wohnt, hat zwei Freundinnen aus Japan zu Besuch und es ist eine interessante Runde. Walters Anteil am Kochen besteht außer gelegentlichem Umrühren im Wesentlichen aus den Anweisungen, mit denen er die Damen wissen lässt, was sie als nächstes tun können.</p>
<p>Viele Leute stehen in der Küche, von links nach rechts: Rama, eine ILO Praktikantin aus Indien, die in New York studiert hat und mit der ich oft Kaffee trinke, Yuukis Freundin aus Japan, die in Genf ‚Humanitarian Action’ studiert. Leider habe ich ihren Namen vergessen. Und Natsumi, die in Südkorea geboren wurde und seit einem Jahrzehnt in Japan lebt und gerade in Europa Urlaub macht. Heute abend sind die Asiatinnen in der Überzahl und sorgen auch für gute Unterhaltung.</p>
<p>Das Essen ist ausgezeichnet und die Unterhaltung sehr interessant. Als es dann später wird, übernimmt Walter, angeregt von zahlreichen Getraenken, die Unterhaltung allein. Die asiatischen Damen hören geduldig und höflich zu, während er pausen- und zusammenhanglos erzählt, bis wir irgendwann etwas frustriert aufbrechen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/193161.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Um noch etwas Langweiliges zu erwähnen: In meiner Residenz gibt es für etwa 300 Mieter nur eine Waschmaschine und entsprechend schwierig ist es, einen Augenblick abzupassen, in dem sie mal nicht in Betrieb ist. Vor sechs Wochen habe ich eine Chipkarte gekauft, mit der die Maschine in Gang gesetzt werden kann. Für Samstag früh habe ich mir vorgenommen, um sechs aufzustehen und meine Sachen zu waschen. Zu diesem Zweck habe ich mir gestern noch von der Hausverwaltung ein Bügeleisen und ein Bügelbrett geborgt. So stehe ich dann verschlafen mit meiner Wäsche in drei Plastetüten vor der Maschine und bin froh, dass keiner vor mir da war. Als ich meine Chipkarte einführe, lässt mich die Anzeige wissen, dass meine Karte ungültig ist. Neben der Maschine hängt ein Zettel, auf dem steht, dass nur noch neue Karten akzeptiert werden. Meine nur wenige Wochen alte Karte gehört offenbar nicht dazu. Ich trete gegen die Maschine und lege mich frustriert wieder hin.</p>
<p>Nachdem ich gefrühstückt und mich etwas um meine Bewerbungen gekümmert habe, mache ich mich auf, um durch die Altstadt zu laufen, von der ich bisher noch nicht viel gesehen habe. Jedenfalls nicht bei Tageslicht. Ich füge hier nur ein paar Bilder ein und spare mir die Kommentare.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3162.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3163.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3164.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3165.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>In diesem Haus wurde Rousseau geboren.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3166.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3167.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3168.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3169.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3170.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3171.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Im Anschluss an den Stadtspaziergang mache fahre ich noch etwas mit dem Rad durch die Stadt. Wie es der Zufall will, komme ich an dem Laden vorbei, in dem ich mein Rad gekauft habe. Es handelt sich um ein Geschäft, in dem alle möglichen gebrauchten Gegenstände angekauft und verkauft werden. Ich gehe hinein, um zu sehen, ob ich irgendwas gebrauchen kann. Das Angebot an Fahrrädern ist heute deutlich groesser und ich entdecke ein GT Rad mit sehr passabler Ausstattung (Shimano Deore plus Rock Shox Judy, Synchros Felgen und Avid Hebel) für 400 Franken, der doppelte Preis des eher bescheidenen Rades, welches ich hier vor sechs Wochen erworben habe. Je länger ich mir das Teil ansehe, desto schwächer werde ich. Ich beginne in Erwägung zu ziehen, mein Rad wieder zu verkaufen und das GT Teil zu erwerben. Nachdem ich eine Probefahrt gemacht habe, ist mir klar, dass ich nicht mehr mit meinem alten Rad fahren will. Der Verkäufer bietet an, mein altes Rad für 100 Franken zurückzukaufen und mir für das GT 50 Franken nachzulassen. Ohne zu verhandeln willige ich ein. Ich hätte bestimmt noch was rausholen können, aber das Angebot scheint ok, insbesondere, weil sie das alte Rad nehmen, ohne viel zu fragen. Tatsächlich war von den Zahnkränzen nicht mehr viel übrig und das Tretlager war komplett ausgeschlagen. So fuhr es sich auch und das Rad haette einiges an Aufmerksamkeit und neuen Teilen gebraucht, um wieder akzeptabel zu sein. An dem neuen Rad sind sogar Schutzbleche, die für das kommende Wetter sicher sehr nützlich sind. Zusammengenommen kostet mich das Rad 450 Franken, was etwa 300 Euro entspricht und aus meiner Sicht sehr akzeptabel ist.</p>
<p>Nachdem ich die Bezahlung abgewickelt habe mache ich mich voller Freude auf eine ausgedehnte Radtour. Nach etwa einer halben Stunde habe ich hinten einen Platten und finde einen langen Nagel, der tief im Mantel steckt. So fahre ich mit der Straßenbahn zurück. Als die Bahn voller wird, machen mich die bösen Blicke der anderen, dicht gedrängten Passagiere darauf aufmerksam, dass die Mitnahme von Fahrrädern wohl nicht gestattet ist. Kann ich ja nicht wissen. Auf dem Weg nach hause kann ich den Mitarbeiter in einem Fahrradladen überreden, mir Flick- und Werkzeug zu borgen, damit ich das Rad in Ordnung bringen kann.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3172.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Noch am Abend mache ich mich auf den Weg zu einer weiteren Tour entlang dem Ufer des Sees, und bin weiterhin sehr begeistert von den Qualitäten meiner neuen Errungenschaft.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3173.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3174.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
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		<title>Rotes Kreutz Museum und Porzellanmuseum, Sturm</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2004 07:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Sonntag habe ich mich mit den Fellows verabredet, um zusammen etwas zu unternehmen. Es war im Gespräch, zusammen nach Lausanne zu fahren, einem Städtchen nicht weit entfernt von Genf. Leider haben wir die Entscheidung nicht vorher getroffen. Bevor ich losfahre, mache ich noch Bilder von meinem gegenwärtigen Zuhause. Dieses ist die Rückseite. Das Fenster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3146.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3156.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Für Sonntag habe ich mich mit den Fellows verabredet, um zusammen etwas zu unternehmen. Es war im Gespräch, zusammen nach Lausanne zu fahren, einem Städtchen nicht weit entfernt von Genf. Leider haben wir die Entscheidung nicht vorher getroffen.<br />
<span id="more-153"></span><br />
Bevor ich losfahre, mache ich noch Bilder von meinem gegenwärtigen Zuhause. Dieses ist die Rückseite. Das Fenster meines ‚Studios’ ist unten das dritte von links, an dem der Rollladen hoch gezogen ist. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3144.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist die Vorderansicht.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3145.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Wie verabredet, treffe ich Yuuki in einem Kaffee am Bahnhof. Sie sagt mir, dass Tony im Internetkaffee um die Ecke ist. Tony verbringt sehr viel Zeit mit chaten, im Büro und am Wochenende. Walter war vorher nicht sicher, ob er kommen würde oder lieber in die Kirche gehen sollte. Er hat neulich ein paar Mormonen kennen gelernt und wir sind nicht sicher, ob das wirklich ist, wonach er gesucht hat. Ich trinke mit Yuuki einen Kaffee und wir besprechen, was wir tun können. Die Zugfahrt nach Lausanne kostet 40 Franken, was besonders für Tony kaum zu akzeptieren ist. So kommt eine Fahrt mit dem Boot auf der Rhone und der Besuch des Museums des Roten Kreuzes in die nähere Auswahl. Da Tony nicht erscheint, besuchen wir sie, um zusammen die Auswahl zu treffen. Auch nach zwanzig Minuten guten Zuredens ist Tony jedoch nicht vom Rechner wegzubekommen. Sie chatet gerade mit ihrem zukünftigen Ehemann, der nicht möchte, dass sie geht. Etwas enttäuscht von dieser Entwicklung gehe ich mit Yuuki zu einem günstigen Thai-Restaurant um die Ecke, während Tony verspricht, in einer halben Stunde nachzukommen. Wir essen und es vergehen gut eineinhalb Stunden, ohne das Tony erscheint. Wir bezahlen und treffen Tony, die immer noch wie gebannt auf ihren Rechner starrt. Es braucht weitere 20 Minuten guten Zuredens, bevor sie sich trennen kann. Die Bootsfahrt ist keine Option mehr, denn wir haben keine Zeit mehr, das letzte Boot noch zu erreichen. Das erspart uns die Entscheidung und wir fahren mit dem Bus zum Museum des Roten Kreuzes. Persönlich wäre mir die Bootfahrt lieber gewesen und ich wäre kaum auf die Idee gekommen, dieses Museum zu besuchen. Nicht zuletzt, weil es kaum mehr als hundert Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt ist und das Wetter nicht so schnell wieder so toll sein dürfte.</p>
<p>Wir erreichen das Museum und bezahlen jeder 10 Franken Eintritt. Führungen gibt es nur auf Französisch und das Privileg eines Tonbandes in einer anderen gängigen Sprache kostet weitere 3 Franken. Wir verzichten dankend. Überraschenderweise ist die Ausstellung im Keller. Zunächst kommen wir in einen Raum, in dem Leute auf Bänken einer Wand gegenübersitzen, auf der mit drei Diaprojektoren wechselnde Bilder gezeigt werden, mit musikalischer Untermalung. Was mit den Bildern ausgesagt werden soll, bleibt mir relativ unklar. Es handelt sich überwiegend um Ausschnitte aus Gemälden, auf denen Kriege und deren Begleiterscheinung dargestellt sind. Am Ende kommt plötzlich schöne Musik, der Betrachter sieht auf der Leinwand das Bild des Gründers des Roten Kreuzes, wie er an einem Schreibtisch sitzt und grübelt. Dann teilt sich die Wand und dahinter beginnt die Ausstellung. Den Anfang finde ich schon mal ziemlich plump.</p>
<p>Die Ausstellung führt durch eine Reihe von Räumen, die mit unterschiedlichen Utensilien gefüllt sind, welche mit der Tätigkeit des Roten Kreuzes in Zusammenhang gebracht werden. Das finde ich ausgesprochen langweilig. Auch die Begleittexte können mein Interesse nicht wecken. Die Ausstellung ist technisch anspruchsvoll in Szene gesetzt und die nichts sagenden Text werden oft kunstvoll an blanke Betonwände projiziert. Auch sonst gibt es viel Multimedia, insbesondere Räume mit Bänken, in denen Filme gezeigt werden. Das Muster ist immer das gleiche. Dem Betrachter wird Krieg und menschliches Leid gezeigt, dann kommt das Rote Kreutz aus der Schweiz und alles wird gut. Zunehmend finde ich diese Ausstellung ausgesprochen abstoßend. Im Wesentlichen handelt es sich um unreflektierte Selbstbeweihräucherung des Roten Kreuzes und die Verklärung seiner Geschichte. Informationen sind eher rar und trivial. Dafür wird die Macht der Bilder und Emotionen ausgereizt, dem Betrachter moralische Größe und heldenhafte Stärke und Handlungsweise der Organisation zu suggerieren. Wahrscheinlich würde mich das weniger stören, wenn es nicht eine Grundhaltung zum Ausdruck bringen würde, die mir hier auch sonst oft begegnet: Die Schweiz ist der Nabel der Welt und wir machen’s besser als die anderen. Ich kann mir nicht verkneifen zu denken, dass in jedem der dargestellten Kriege die Schweiz sich vornehm neutral verhalten und die Rote Kreutz Fahne geschwenkt hat, während Schweitzer Banken dicke Kohle von den korrupten Führern beider Seiten kassieren und Kredite für Waffenkäufe ausgeben. Wahrscheinlich liegt nicht zuletzt der abstoßende Wohlstand von Genf in dieser uneigennützigen Neutralität begründet. Aber darüber wollen die tollen Schweizer lieber nicht reden, um die Konten soll es lieber still bleiben. </p>
<p>Das erinnert mich auch an die Funktion des Roten Kreuzes in Kambodscha. Dieses wird von der Frau des Premierministers Hun Sen geleitet. Dieser hat seinerseits als Soldat bei den Roten Khmer angefangen und sich seitdem vom Kommunisten zum vielfachen Millionär gemausert. Auch seine Frau gehört zu den vermögendsten Personen des verarmten Landes. Das Rote Kreutz ist für sie nur eine Fassade, um mit dem Leid ihrer Mitbürger und dem Mitleid der Menschen in anderen Ländern ihr Vermögen zu vergrößern. Wenn man in Kambodscha nicht will, das Spenden die Bedürftigen erreicht, ist man beim Roten Kreutz immer an der richtigen Stelle. Ich hinterlasse einen bissigen Kommentar im Gästebuch, bevor wir gehen.</p>
<p>Im gleichen Gebäude gibt es noch eine weitere, temporäre Ausstellung über humanitäre Hilfe. Diese ist kostenlos und entpuppt sich als das Gegenteil der Ausstellung im Keller. Die Präsentation kommt ohne Multimedia aus. Die Arbeit einer wachsenden Zahl von Hilfsorganisationen wird nüchtern und ohne Illusionen dargestellt. Kritische Fragen werden gestellt, wie die nach der Effektivität humanitärer Hilfe und der Schwierigkeit, in gegenwärtigen Konflikten humanitäre von militärischen Aktionen zu unterscheiden. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kommen zu Wort und berichten nicht zuletzt von ihrer Frustration und Desillusionierung. Was hier dargestellt wird ist nicht, dass humanitäre Hilfe sinnlos oder schlecht ist, aber immer unzulänglich und hilflos angesichts der Konflikte und Tragödien, deren Ursachen sie nicht erreichen kann.</p>
<p>Die Sonne scheint noch, als wir das Gebäude verlassen, und der Wind hat noch zugenommen. Yuuki schlägt vor, in das Porzellanmuseum neben der UNO zu gehen, von wo man einen großartigen Blick hat. Der Eintritt in diesem Museum ist kostenlos. Das Gebäude sieht nicht nur von außen toll aus und einmal mehr frage ich mich, ob es für einen solchen Bau direkt neben der UNO keinen besseren Zweck gibt, als ein Porzellanmuseum zu beherbergen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3146.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Leider dürfen wir die Tür des Balkons nicht öffnen, weil die Bediensteten Sorge haben, der Sturm könnte die Fenster im Oberlicht zerstören.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3147.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist der Blick Richtung Süden. Im Hintergrund die Berge, einschließlich des Mont Blanc. Im Vordergrund das Dach des moderneren Teils des Völkerbundpalastes der UNO. Die Leute dort müssen echt einen guten Blick haben, denn zwischen Vorder- und Hintergrund liegt der Genfer See.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3148.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>In der anderen Richtung kann man das Gebäude der ILO sehen, in der Mitte dieses Bildes, etwas verdeckt von den Bäumen und wenig einladend. Rechts daneben das Gebäude des Roten Kreuzes.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3149.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Von links nach rechts: Yuuki, Tony und ich.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3150.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Im Licht der untergehenden Sonne: Das Porzellanmuseum und im Hintergrund das Portal des Völkerbundpalastes.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3151.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Mittlerweile ist es extrem stürmisch und sehr kalt. Als wir gerade gehen wollen, kommt eine ältere Frau aus der Tür und wird vom Wind fast umgeworfen. Da sie große Schwierigkeiten hat, auf den Beinen zu bleiben, nehmen wir sie am Arm und bringen sie zum Bus, mit dem auch wir zum Hauptbahnhof zurückfahren. Unterwegs erzählt sie uns, dass solch ein Sturm das letzte Mal im Jahr 2000 gewütet hat.</p>
<p>Ich bin neugierig, den See bei diesem Wetter zu sehen und schlage vor, zum Ufer runterzulaufen. Viele Enten und Schwäne haben in dieser geschützten Bucht Zuflucht gesucht.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3152.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Dieses ist eine Art Kaimauer, welche hier fast über den ganzen See reicht. Auf der anderen Seite ist die Fontäne, die aber schon bei weniger Wind nicht angestellt wird. Der Teil rechts von dieser Mauer ist relativ geschützt, während links die Wellen mit großer Wucht an die Mauer schlagen. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3153.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Zur linken ist eine Art öffentlicher Strand, während sich rechts ein Bad befindet. Etwas rechts von der Bildmitte ist eine Badeinsel an den Steinstufen zerschmettert, die sich offenbar losgerissen hat. Der Boden ist bedeckt mit Algen. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3154.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Unten rennt eine Person vorbei, die nicht von der Gischt erwischt werden möchte. Rechts steht jemand auf dem flachen Dach der Badeanstalt und lehnt sich weit gegen den Wind.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3155.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3156.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Wir beschließen, in einem preiswerten philippinischen Restaurant Abendbrot zu essen. Es handelt sich um einen bescheiden eingerichteten Raum im Kellergeschoss einen Hauses. Der Raum wird von Neonlampen erhellt und die alle vier verfügbaren Gerichten stehen auf kleinen Öfen im Fenster. Wir werden von einer älteren Frau bewirtet. Ich mag den Ort und finde den Kontrast zu den sonst eher übermäßig eleganten Restaurants reizvoll. Das Essen ist gut und wir wärmen uns lange auf, bevor wir wieder gehen.</p>
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		<title>Sturm am See</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2004 07:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon wieder ziemlich lange her, dass ich eine Notiz im Blog hinterlassen habe. Der wichtigste Grund dafür ist, dass sich wenig Berichtenswertes ereignet. In anderen Fällen fehlt mir einfach die Zeit. Den größten Teil meines Tages verbringe ich im Büro. Allerdings ist es oft frustrierend, dass diese Tätigkeit wenig sichtbare Resultate hervorbringt. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3140.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Es ist schon wieder ziemlich lange her, dass ich eine Notiz im Blog hinterlassen habe. Der wichtigste Grund dafür ist, dass sich wenig Berichtenswertes ereignet. In anderen Fällen fehlt mir einfach die Zeit. Den größten Teil meines Tages verbringe ich im Büro. Allerdings ist es oft frustrierend, dass diese Tätigkeit wenig sichtbare Resultate hervorbringt. Die meiste Zeit vergeht im Augenblick damit, die Fellows bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Zusätzlich hat die Vorbereitung des Kalenders viel Zeit verschlungen, den ich in meinem letzten Eintrag erwähnt habe. Obwohl der erste Entwurf des Kalenders aus meiner Sicht ziemlich gelungen ist, sieht man ihm nicht an, wie viel Zeit seine Vorbereitung verschlungen hat. Schließlich habe ich mich auch anderen Aufgaben gewidmet, wie der Erstellung des Newsletters und der Fallstudie über Kambodscha. Das war allerdings eher sporadisch und ich habe mich nunmehr entschlossen, das auf Eis zu legen und mich für die verbleibenden zwei Wochen ihrer Anwesenheit vor allem um die Fellows zu kümmern.</p>
<p>Nachdem ich am letzten Wochenende zu hause in Potsdam war (das war schön, aber gehört nicht hierher), habe ich dieses Wochenende wieder in Genf verbracht. Zum großen Teil mit der Arbeit an meinen Bewerbungsunterlagen zu hause. Allerdings war ich Samstag auch eine Weile draußen, und Sonntag mit Yuuki und Tony erst im Museum des Roten Kreuzes und später noch am See und in einem philippinischen Restaurant. Schade, dass ich nicht mehr draußen war, denn es war gutes Wetter: sonnig und sehr klar, kalt und stürmisch.<br />
<span id="more-152"></span><br />
Leider ist es schon spät am Nachmittag, als ich mich Samstag zum See aufmache. Da ich gern windsurfe, habe ich mich oft gefragt, ob hier eigentlich auch mal Wind weht, wo es schon den tollen See gibt. Seit ich angekommen bin sah es bisher jedenfalls nicht danach aus. Heute ist es anders. Leider sieht man den Bildern nicht an, wie windig es ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3137.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Normalerweise würden an einem Samstag viele Fußgänger auf dieser Promenade flanieren. Heute ist kaum jemand hier. Mit Gewalt schlagen die Wellen gegen die kleine Mauer und der Wind verteilt das Wasser über Weg und Grünanlagen bis zur Strasse. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3138.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Leider ist die Sonne schon fast untergegangen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3139.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Es reicht aber noch, um die Berge drüben in Frankreich zu bescheinen. Einer dieser Gipfel ist der Mont Blanc, aber ich bin immer noch nicht sicher, welcher. Ich habe bisher nur selten erlebt, dass es so klar ist und man eine derart gute Sicht hat.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3140.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Zu meiner Überraschung sehe ich am anderen Ufer auch einige Surfer. Allerdings nie sehr lange und ich kann mir denken, dass sie ganz schön zu kämpfen haben. Außerdem ist es heute ziemlich kalt. Der Wind ist so stark, dass die Augenlider flattern, wenn ich versuche, gegen den Wind zu gucken. Ich jedenfalls möchte bei dem Wetter nicht draußen sein. Auf dem ganzen See sehe ich nur ein Segelboot.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3141.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich fahre weiter am Ufer lang. Irgendwann komme ich zum Gebäude der Welthandelsorganisation. Angesichts der Tatsache, dass viele Leute dieser Organisation sehr kritisch gegenüberstehen, bin ich überrascht, dass es hier weder eine Mauer noch einen Zaun gibt. Und so böse sieht das Teil gar nicht aus.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3142.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3143.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Nach einer Weile komme ich im Botanischen Garten raus. Hier bin ich noch nicht gewesen, aber für heute habe ich auch kein Interesse. Leider ist es schon zu dunkel zum fotografieren. So mache ich mich wieder auf den Weg nach hause.</p>
<p>Wie es sich für einen richtigen Ossi gehört, mache ich ein Foto von diesem Lamborghini. Nur um einmal mehr zu zeigen, dass es in dieser Stadt viele sinnlose Autos und zu viel Geld gibt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3157.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Indigene Fellows und Rhone</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2004 08:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder ist eine Woche vergangen und auch von dieser Woche gibt es wenig Aufregendes zu berichten. Täglich gehe ich ins Büro und arbeite an meinen Aufgaben. Nebenbei kümmere ich mich um die Fellows und helfe ihnen mit ihren Aufgaben. Über die letzten beiden Wochen war zum Beispiel ihre Aufgabe, einen Projektvorschlag zu entwickeln, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3133.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Schon wieder ist eine Woche vergangen und auch von dieser Woche gibt es wenig Aufregendes zu berichten. Täglich gehe ich ins Büro und arbeite an meinen Aufgaben. Nebenbei kümmere ich mich um die Fellows und helfe ihnen mit ihren Aufgaben. Über die letzten beiden Wochen war zum Beispiel ihre Aufgabe, einen Projektvorschlag zu entwickeln, mit dem sich ihre Organisationen um Foerdermittel bewerben können, zum Beispiel bei der ILO. Da ich selbst auch noch keine Projektvorschläge geschrieben habe, war es eine gute Übung für mich und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, über die Umstände zu erfahren, unter denen ihre Organisationen zu hause arbeiten.<br />
<span id="more-151"></span><br />
Außer meinen individuellen Aufgaben kam diese Woche noch dazu, dass wir einen Kalender mit einer Auflage von 2500 Stück produzieren wollen, mit Bildern, die mit indigenen Themen und mit unterschiedlichen Provisionen der Konvention 169 in Zusammenhang stehen. Zusammen mit der Sekretärin war ich dafür verantwortlich und die Zeit war schon knapp. Wir haben per Email alle möglichen Leute und Organisationen um Bilder gebeten, dann 12 ausgesucht und den Text vorbereitet, der auf die jeweiligen Kalenderblätter gedruckt werden soll. Freitag sind wir fast fertig geworden und wir werden das wohl Montag fristgerecht abschließen. Einer der Fellows, Walther, hatte vorgeschlagen, dass sie, die Fellows, auf eines der Fotos sollten. Das konnten wir ihm nicht abschlagen und so ging ich Freitag mit den dreien Fotos machen. Leider sind sie nicht besonders gut geworden. Dennoch habe ich einige hochbeladen:</p>
<p>Von links nach rechts: Walther aus Surinam, Tony aus Indien und Yuuki aus Japan. Den Namen von Walthers Stamm habe ich vergessen. Tony ist Mitglied des Lamgkang-Volkes in Manipur, Nordost-Indien. Es handelt sich um ein schwieriges Umfeld mit häufigen bewaffneten Zusammenstössen zwischen Regierungstruppen und separatistischen Rebellen. Gerade letzte Woche wurden 5 Studenten erschossen. Yuuki gehört zum Volk der Ainu, die in Japan und Russland lebten. In beiden Fällen haben die Regierungen sehr aggressive Assimmilationspolitik angewendet. In Russland gibt es nun keine Ainu mehr. Yuuki gehört zu einer Ainu-Gemeinschaft in Tokio. Ihr Ehemann ist Australier und sie bemüht sich gegenwärtig um die australische Staatsbürgerschaft. Yuuki ist schon viel herumgekommen und war schon in vielen Teilen Asiens, Nordamerikas und Europas. Auf diesem Bild sitzen die drei am Tisch des Vorsitzenden des ‚Governing Body’ der ILO, in einem riesigen Saal, den man hier leider nicht sieht.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3129.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Vor der ILO, neben einer Skulptur, deren Gegenstand Sklavenarbeit ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3130.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Säulengang im Erdgeschoss der ILO.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3131.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p>Eigentlich jeden Tag bleibe ich deutlich länger als 8 Stunden im Büro, entsprechend unbedeutend ist meine Freizeit und folgerichtig gibt es davon wenig zu berichten. Auch am Wochenende gab es wenig Abwechslung, da ich mich gerade im ERP-Programm und Government of Canada Program um Stipendien bewerbe und zuhause blieb, um die Unterlagen fertig zu machen. Gestern traf ich mich mit den Kollegen und Fellows bei Mangeye, unserer Sekretärin, um ihren Geburtstag zu feiern. Das war sehr schön und es gab viele leckere Sachen zu essen. Heute Nachmittag schwang ich mich dann noch mal aufs Fahrrad, um etwas die Bewegung zu bekommen und die Gegend zu erkunden. Nachdem gestern sehr schönes Wetter war, war es heute eher bedeckt. Ferner wurde es schon dunkel, als ich die folgenden Bilder machte.</p>
<p>Die Rhone, wo sie sich mit der L’Arve bereits vereint hat und in Richtung Westen Genf verlässt. Geradezu wäre die Fontäne zu erkennen, wenn nicht Häuser davor stünden. Rechts im Hintergrund die Berge, in denen ich letztes Wochenende wandern war. Das Bild habe ich von einer Autobahnbrücke aus gemacht. Die Brücke ist wie ein Aquädukt gebaut und sehr hoch.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3132.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3133.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Etwas flussaufwärts, von einer Eisenbahnbrücke aus fotografiert. Hier fließen Rhone und L’Arve zusammen. Vielleicht kann man erkennen, dass die Rhone (links) sehr sauber ist, während die L’Arve (rechts) sehr trübe ist. In der Bildmitte, links neben dem Schornstein, ist die Fontäne zu erkennen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3134.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3135.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3136.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wandern in Frankreich</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2004 16:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Sonntag. Yuuki hat mir erzählt, dass es in der Nähe einen Berg gibt, auf den man mit einer Seilbahn fahren kann und von dem man einen tollen Blick auf Genf hat. So beschließe ich, heute diesen Berg zu besuchen. Trotz oder gerade wegen den zahllosen Informationsbroschüren von der Touristeninformation fällt es mir sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3126.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Heute ist Sonntag. Yuuki hat mir erzählt, dass es in der Nähe einen Berg gibt, auf den man mit einer Seilbahn fahren kann und von dem man einen tollen Blick auf Genf hat. So beschließe ich, heute diesen Berg zu besuchen. Trotz oder gerade wegen den zahllosen Informationsbroschüren von der Touristeninformation fällt es mir sehr schwer, herauszufinden, wo dieser Berg ist und wie man hinkommt. Berg und Seilbahn sind kurz hinter der Grenze in Frankreich.<br />
<span id="more-150"></span><br />
So setze ich mich nach dem Frühstück aufs Fahrrad und fahre durch die Stadt nach Süden. Nach einer halben Stunde wird die Landschaft eher ländlich und nach etwa 45 Minuten sehe ich die Seilbahn am Fuß einer steilen Bergwand, die von überall in Genf aus deutlich zu erkennen ist. Kurz bevor ich ankomme, überquere ich die kaum wahrnehmbare Grenze nach Frankreich. Ich kaufe ein Ticket nach oben und lasse mir von dem freundlichen Mitarbeiter eine grobe Skizze des Weges geben, auf dem man zu Fuß wieder runter kommt. Nur wenige Minuten später geht es los und nach weniger als zehn Minuten bin ich oben. Mit mir fahren viele Leute mit teuren Downhill-Mountainbikes. </p>
<p>Oben angekommen hat man in der Tat einen tollen Blick auf Genf, mit der Sonne im Rücken. In der Bildmitte kann man die Fontäne erkennen. Nicht weit dahinter ist der Gebäudekomplex der UN, dahinter die ILO und noch weiter hinten der Flugplatz.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3118.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3119.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Von hier kann man auch gut erkennen, wie sich der See lang Richtung Nordosten hinstreckt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3120.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Der Skizze des Liftmannes folgend laufe ich zunächst einige hundert Meter auf einer Landstrasse, bevor ich in einen Feldweg einbiege. Von Genf aus sieht man nur eine steile und unwirtliche Bergwand, aber wie man von hier erkennt, streckt sich dahinter eine grüne Berglandschaft mit hohen Bergen im Hintergrund, manche von ihnen mit Gletschern.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3121.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich laufe weiter den Weg entlang, der relativ steil durch den Wald führt. Das Laub der Bäume ist überall herbstlich gefärbt. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3122.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Gelegentlich öffnet sich der Blick auf Genf, aber die Fotos davon sind fast identisch mit denen, die ich vom Lift aus gemacht habe. Ich bin immer noch ziemlich hoch, da liegt unter mir ein idyllisches Dorf und gegenüber ein Berg, der dazu einlädt, ihn zu besteigen. Links davon liegt einige hundert Meter tiefer Genf, während sich rechts die bergige Landschaft bis an den Horizont streckt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3123.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3124.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich folge dem Weg, der mich in das Dorf führt und entschließe mich, auf der anderen Seite den Berg hochzusteigen. Dieser ist steiler, als es zunächst den Anschein hatte. Höher auch. Außerdem sind mehr Leute unterwegs, als ich erwartet hätte. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3125.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich brauche mindestens vierzig Minuten, bis ich oben bin. Ich suche mir eine sonnige und ruhige Stelle, setze mich auf einen Stein und verbringe mehr als eine Stunde mit Lesen. Nur selten kommen weit hinter mir Leute vorbei, unter mir höre ich die Glocken einer Herde Kühe und vor mir öffnet sich der Blick weit in das grüne Tal. Nur selten höre ich auf der Strasse unter mir ein Motorrad. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3126.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Dann mache ich mich wieder auf den Weg. Und der ist länger, als ich erwartet hätte. Zunächst laufe ich wieder ins Dorf. Nachdem ich einige Leute gefragt habe folge ich einem Weg, auf dem ich durch den Wald steil bergab laufe. Obwohl ich zügig gehe, brauche ich noch mal eine Stunde, bis ich unten angekommen bin. Es ist mittlerweile sommerlich warm. Rechts unten im Bild kann man die Seilbahn erkennen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3127.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Von hier laufe ich zum Fuß des Lifts, nehme mein Fahrrad und fahre wieder nach hause. Von hier geht es schneller, denn ich kann bergab fahren. </p>
<p>Mit etwas Abstand kann man das Ganze besser überblicken. Rechts im Bild ist oben auf dem Berg die Bergstation der Seilbahn zu erkennen. Von hier bin ich nach links gelaufen, bergab bis auf die Ebene des Dorfes, welches man von hier nicht erkennt. Dann wieder bergauf bis zur Spitze des Berges links im Bild und von hier bis ganz nach unten.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Einkaufen in Frankreich und Radtour durch Genf</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2004 16:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Samstag. Für den Vormittag habe ich mir vorgenommen, nach Frankreich einkaufen zu fahren. Nachmittags möchte ich eine Radtour machen. Ich will herausfinden, ob Einkaufen in Frankreich so viel preiswerter ist, dass es den Aufwand lohnt. Mit dem Fahrrad fahre ich zum Bahnhof und von hier mit dem Bus. Nach etwa einer halben Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3109.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Heute ist Samstag. Für den Vormittag habe ich mir vorgenommen, nach Frankreich einkaufen zu fahren. Nachmittags möchte ich eine Radtour machen.<br />
<span id="more-149"></span><br />
Ich will herausfinden, ob Einkaufen in Frankreich so viel preiswerter ist, dass es den Aufwand lohnt. Mit dem Fahrrad fahre ich zum Bahnhof und von hier mit dem Bus. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir die Grenze, die ich mit dem Linienbus überquere. Ich muss nicht lange laufen, um einen Supermarkt zu finden. Dieser unterscheidet sich von den Coop und Migros Märkten in Genf zunächst dadurch, dass er sehr voll ist und sehr unaufgeräumt. Auf dem Parkplatz sehe ich fast nur Autos aus Genf und es scheinen sehr viele Leute zu sein, die Samstag zum Einkaufen herkommen. Drinnen schieben zu viele Leute voll bepackte Einkaufswagen langsam durch die engen Gänge, Kinder schreien überall und es ist recht stressig. Ich finde die Preise erheblich günstiger als in Genf und verbringe etwa 40 Minuten, bis ich denke, nun genug zu haben. Die Schlangen an den Kassen sind sehr lang und ich muss mich noch mal 20 Minuten gedulden, bis ich durch bin. Allzu oft werde ich mir das hier wohl nicht antun. Schließlich ist mindestens ein Viertel meines Wochenendes vorbei, als ich zu hause ankomme. Und das bei dem schönsten Wetter.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3108.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Für den Nachmittag habe ich eine ausgiebige Radtour geplant. Allerdings bin ich nicht sicher, wohin ich fahren soll. So fahre ich zunächst in die Stadt runter und dann die Ufer der Rhone entlang flussabwärts. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3109.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Bei vielen Gelegenheiten ist mir aufgefallen, dass das Wasser im Genfer See und in der Rhone unvorstellbar sauber zu sein scheint. Selbst wo es mehrere Meter tief ist, kann man den Grund deutlich erkennen. Ich halte an einer Stelle, sehe ins Wasser und sehe dutzendweise große Fische, von denen einige mehr als einen Meter lang zu sein scheinen. Leider ist es schwer, davon ein Foto zu machen. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3110.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich fahre weiter das Ufer entlang. Das warme Wetter hat viele Leute rausgelockt, die spazieren gehen, in der Sonne sitzen und sich anderweitig entspannen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3111.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Ich entferne mich weiter von der Innenstadt und die Landschaft wird grüner.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3112.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Hinten rechts im Bild ist immer noch die Fontäne zu erkennen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3113.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Hier fließen L’Arve und Rhone zusammen. So verblüffend sauber die Rhone (rechts) zu sein scheint, so bemerkenswert dreckig erscheint die L’Arve (links), in welcher die Sichttiefe wohl nicht mehr als zehn Zentimeter ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3114.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Da es hier geradeaus nicht weitergeht, fahre ich die L’Arve entlang flussaufwärts in Richtung Carouge. Ich bin hier vorher noch nicht gewesen, aber es gibt wenig Bemerkenswertes zu sehen. Nach einiger Zeit erreiche ich wieder einen mir bekannten Teil von Genf. Und ich beschließe, dass ich diese Radtour nicht unnötig verlängern möchte.</p>
<p>Eine kleine russische Kirche in einem sehr wohlhabenden Teil von Genf.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3115.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Viele Häuser in Genf sind wie dieses gebaut, mit einem Balkon über die ganze Länge der Fassade im obersten Stockwerk. Und auch Ferraris sind in Genf keine Seltenheit und dieser ist einer von sechs, die ich an diesem Wochenende sehe. Auch sonst gibt es viele sinnlose Autos, wie etwa Hummer oder zahlreiche Porsche Cayenne.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3116.jpg" width="450" height="600" alt="" title="" /></p>
<p>Dieses ist die wichtigste Einkaufsstrasse in Genf, wo viele Leute Tag für Tag viel Geld ausgeben.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3117.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
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		<title>Jazz in Carouge</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2004 16:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich die dritte Woche in Genf hinter mich gebracht habe, gehe ich heute (Freitag) das erste Mal aus. Ich habe von einem Jazzkonzert gehört und mache mich gegen halb zehn auf den Weg. Der betreffende Club ist in Carouge, einem Viertel von Genf, in dem ich vorher noch nicht war. Ich fahre mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich die dritte Woche in Genf hinter mich gebracht habe, gehe ich heute (Freitag) das erste Mal aus. Ich habe von einem Jazzkonzert gehört und mache mich gegen halb zehn auf den Weg. Der betreffende Club ist in Carouge, einem Viertel von Genf, in dem ich vorher noch nicht war. Ich fahre mit dem Rad und je näher ich meinem Ziel komme, desto ansprechender finde ich die Gegend, durch die ich fahre. Überall sind Kneipen und Klubs, die Strassen sind voller Leute, die meisten von ihnen scheinen Studenten zu sein.<br />
<span id="more-148"></span><br />
Die Band besteht aus Schlagzeug, Gitarre und Mundharmonika. Zunächst etwas enttäuschend für mich, vor allem die Abwesenheit eines Basses. Allerdings finde ich die Band trotzdem sehr schnell sehr gut. Gelegentlich macht noch ein Rapper mit. Und ein Tänzer, den ich eher peinlich finde und erfolglos zu ignorieren versuche. Die Band spielt etwa zwei Stunden. Es ist mein erstes Jazzkonzert in einer sehr langen Zeit, ich komme voll auf meine Kosten und fahre befriedigt nach hause. Dieses Ereignis versöhnt mich auch wieder mit der Stadt, deren hochmütige Bevölkerung mich schon ziemlich gestört hat. Wahrscheinlich bin ich nur in den falschen Gegenden unterwegs. Schließlich ist mein Arbeitsplatz dort, wo die meisten internationalen Organisationen und wahrscheinlich auch die meisten Wichtigtuer unterwegs sind. Ich nehme mir vor, öfter nach Carouge zu fahren.</p>
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		<title>Im Büro</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2004 08:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile habe ich so viele Aufgaben angenommen, dass ich im Augenblick mindestens ausgelastet bin, wenn nicht überlastet. Da ich den größten Teil des Tages im Büro bin und es sonst wenig zu berichten gibt, dachte ich, ich lade wenigstens einige Bilder von meinem Arbeitsplatz hoch. Das ist mein Büro. Die Dame zur rechten ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3104.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Mittlerweile habe ich so viele Aufgaben angenommen, dass ich im Augenblick mindestens ausgelastet bin, wenn nicht überlastet. Da ich den größten Teil des Tages im Büro bin und es sonst wenig zu berichten gibt, dachte ich, ich lade wenigstens einige Bilder von meinem Arbeitsplatz hoch.<br />
<span id="more-147"></span><br />
Das ist mein Büro. Die Dame zur rechten ist eine andere Praktikantin, Celine aus Belgien. Rechts sitzt Roger aus Mexiko. Er ist gerade von einer siebenmonatigen ‚Mission’ aus Kirgistan zurückgekehrt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3102.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist der Blick aus unserem Fenster. Die Berge im Hintergrund sind in Frankreich und der Bergrücken war gestern noch mit Schnee bedeckt. Das Bild ist nicht sehr gelungen und ich werde hoffentlich demnächst mal ein besseres machen. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3103.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist der Blick aus dem Fenster auf der anderen Seite des Gebäudes. Rechts vor den Bergen liegt das Zentrum von Genf und die Fontäne ist recht gut zu erkennen. Die Berge gehören auch hier schon zu Frankreich. Genf ist umgeben von Bergen, die nicht in der Schweiz liegen. Im rechten Drittel des Bildes ist ein Stück des Sees zu erkennen und im Dunst dahinter versteckt sich der Mont Blank. Das Gebäude in der Bildmitte beherbergt ein Museum des Internationalen Roten Kreuzes und dahinter liegt der Völkerbundpalast, in dem die UNO untergebracht ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3104.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Mein Büro ist im sechsten Stock und auf dem folgenden Bild ist der Korridor meiner Etage. Es könnte auch der Korridor jeder anderen Etage sein, die ich bisher gesehen habe. Der Boden ist mit grünem Teppich bedeckt und aus unerfindlichen Gründen auch die Wände. Das muss seinerzeit ein Jahrhundertauftrag gewesen sein für die Firma, die den Teppich geliefert hat. Mein Büro ist hinter der ersten Tür rechts. Aus offensichtlichen Gründen könnte es auch hinter jeder anderen Tür auf diesem Gang oder jedem anderen sein. Es sieht überall gleich aus und die Orientierung ist in diesem Gebäude ein echtes Problem. Deshalb laufe ich auch ständig in die falschen Büros.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3105.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist vielleicht das architektonische highlight des Gebäudes. Ein Gang mit mächtigen Säulen, der im Erdgeschoss die beiden Stirnseiten des Hauses verbindet. Wozu das gut sein soll, ist mir auch nicht klar, denn so hat man nur lange Wege. Aber es ist ein netter Kontrast zu den langen Fluren, aus denen der Rest des Gebäudes besteht.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3106.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3107.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
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		<title>Neues Heim und Rundfahrt auf dem Genfer See</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2004 09:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Genf]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist wieder Samstag und mittlerweile bin ich seit zwei Wochen in Genf. Ich habe mich gut eingelebt und bin auch mit meiner Arbeit recht zufrieden. In der vergangenen Woche habe ich die Planung für das Kambodscha-Projekt durchgesehen und kommentiert und die indigenen Fellows bei der Planung ihrer Projekte unterstützt. Und schließlich bin ich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3086.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3101.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Heute ist wieder Samstag und mittlerweile bin ich seit zwei Wochen in Genf. Ich habe mich gut eingelebt und bin auch mit meiner Arbeit recht zufrieden. In der vergangenen Woche habe ich die Planung für das Kambodscha-Projekt durchgesehen und kommentiert und die indigenen Fellows bei der Planung ihrer Projekte unterstützt. Und schließlich bin ich im Begriff, am Beispiel von Kambodscha den Einfluss diverser ILO Projekte auf indigene Völker zu untersuchen und dafür eine Methode zu entwickeln, die sich auch auf andere Länder anwenden lässt.</p>
<p>Gestern bin ich früher von der Arbeit nach ‚hause’ gefahren, um meinen vorerst letzten Umzug über die Bühne zu bringen. Es goss in Strömen, während ich mit dem Rad zur RUI fuhr und ich war durch und durch nass, als ich ankam. Wohl wegen des Regens war kein Taxi verfügbar, was mich mit all meinem Gepäck zu meiner neuen Unterkunft hätte bringen können. Daher fuhr ich zunächst mit dem Rad hin, um den Schlüssel abzuholen, bevor das Büro des Vermieters zumacht. Später lief ich dann bei weiterhin starkem Regen wieder zur RUI und brachte mein Gepäck mit dem Taxi in die neue Unterkunft. Diese besteht im Wesentlichen aus einem relativ kleinen, etwas schäbig möblierten Wohnzimmer mit einer kleinen Küchenecke und einem ebenfalls kleinen Bad.<br />
<span id="more-146"></span><br />
<img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3074.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Für den Abend hat meine Chefin alle Kollegen sowie die Fellows zu sich nach Hause zum Essen eingeladen. Sie ist eine studierte Anthropologin aus Dänemark, hat offenbar die letzten Jahrzehnte überwiegend in Südamerika aber auch Asien und Afrika gelebt und immer mit Bezug zu indigenen Völkern gearbeitet. Als letztes hat sie an der Entwicklung einer europäischen policy gegenüber indigenen Völkern mitgearbeitet, bevor sie vor wenigen Wochen Leiterin des Projektes wurde, in dem ich arbeite. Sie ist mit zwei Söhnen alleinerziehend. Gegen 20 Uhr laufe ich in ihrer geräumigen Wohnung auf, die etwa 200 Meter von meiner neuen Unterkunft entfernt ist und die sie erst vor wenigen Tagen bezogen hat. Es gibt tonnenweise Lamm mit Gemüse und später selbstgemachtes Eis. Es ist eine sehr angenehme Runde, in welcher viele angeregte Gespräche zustande kommen. Später bringe ich noch die Fellows zum Bahnhof und laufe zu meinem neuen Zuhause, wo ich die erste Nacht verbringe.</p>
<p>Heute schlafe ich zunächst gründlich aus, bevor ich in einem Migros-Supermarkt um die Ecke einkaufen gehe. Wie immer bringen mich die Preise heftig ins Schwitzen und ich versuche, mich auf die grundlegenden Dinge zu beschränken. Anschließend bringe ich dann noch meine Hemden in die Reinigung (25 Franken für 5 Hemden), bevor ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg in die Stadt mache. Zunächst fahre ich zur Touristeninformation, wo ich schätzungsweise eineinhalb Kilo Infomaterial bekomme. Diese Stadt scheint erheblichen Aufwand ins Marketing zu investieren. Anschließend fahre ich zum Flohmarkt auf dem  Platz ‚Pleine de Plainpalais’. </p>
<p>Diese kleine Insel in der Rhone ist nach Rousseau benannt und in ihrer Mitte steht eine Statue des großen Philosophen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3075.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Auch diese Häuser stehen mitten in der Rhone, die aus dem See und durch Genf fließt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3076.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist der Platz, mit Blick nach Süden. Im Norden, hinter mir, ist ein Kurs mit zahlreichen Rampen aufgebaut, auf dem abends Skater und Biker ihre Tricks trainieren. Die Berge im Hintergrund sind schon in Frankreich und offenbar regnet es dort gerade ein wenig. </p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3077.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Um den Platz herum sind zahlreiche Stände aufgebaut, an denen die für Flohmärkte üblichen Waren verkauft werde. Ich laufe einmal um den Platz und finde das Angebot eher bescheiden. Im Grunde bin ich überrascht, dass Leute den Müll kaufen, aus dem das Sortiment dieser Händler im Wesentlichen besteht. Ich kaufe eine SIM Karte für mein Handy (sunrise, 45 Franken) und ein Schloss für mein Fahrrad. Dann mache ich mich wieder auf den Weg zum See, wo ich an einer Rundfahrt mit einem Schiff teilnehmen möchte. </p>
<p>Ein Ferrari vor einem der teuren Hotels am See. Fahrzeuge dieser Preisklasse sind in Genf sehr verbreitet und ihr häufiger Anblick verfestigt bei mir den Eindruck, dass in dieser hochmütigen Stadt zu viele Leute zu viel Geld haben.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3078.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Gerade rechtzeitig erreiche ich eine der zahlreichen Anlegestellen, wo ich für 12 Franken ein Ticket für eine eineinhalbstündige Rundfahrt erwerbe und mich an Bord begebe. Das Schiff hat Platz für etwa 50 Leute und ist vielleicht zur Hälfte voll. Im Verlauf der letzten Tage ist es kälter geworden in Genf und seit gestern ist es auch ziemlich windig, was man auch gut an der Fontäne sehen kann.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3079.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3080.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Wir fahren zunächst das südliche Ufer entlang nach Osten. Dieses ist einer der größten öffentlichen Parks, Grange, und in dem Gebäude in der Bildmitte befindet sich ein nobles Restaurant.</p>
<p>Blick auf die andere Seite des Sees, wo sich das Viertel mit den meisten internationalen Organisationen befindet. Das helle Gebäude rechts gehört zum UNO Komplex und das graue Gebäude in der Bildmitte ist die ILO.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3081.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Blick zurück nach Genf.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3082.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Über die grünen Hügel entlang des Ufers sind zahlreiche Nobelwillen verstreut. Ein Schwarm mir unbekannter Wasservögel wird vom Schiff aufgescheucht.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3083.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Hinter den Bäumen befindet sich Chateau de Bellerive, ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Nebenan steht eine Luxusvilla, welche zusammen mit dem Schloss im Besitz von Prinz Saddrudin Khan ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3085.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Auf dem Fels im Vordergrund befindet sich eine bronzene Mehrjungfrau.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3086.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>An dieser Stelle überqueren wir den See, um entlang des anderen Ufers zurückzufahren. Der Seegang ist für ein Binnengewässer beachtlich stark. Obwohl wir uns einige Kilometer von Genf entfernt haben, ist die Fontäne immer noch gut zu erkennen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3087.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3088.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das ist Richtung Süden. Hinter den Wolken ist der Mont Blanc.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3089.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das rechte Haus wurde 1723 erbaut. Präsident Eisenhower war hier 1955 untergebracht und Präsident Reagan 1985.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3090.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das Gebäude auf dem Berg ist Chateau Rothschild und wurde 1858 gebaut.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3091.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Der Völkerbundpalast, das Hauptquartier der UNO in Genf.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3092.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das graue Gebäude, welches zwischen dem alten und neuen Teil des UNO Komplexes zu sehen ist, gehört zur ILO.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3093.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Dieses Gebäude war früher der Sitz von ILO, später der GATT und heute der Welthandelsorganisation.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3094.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>In diesem Gebäude befindet sich das ‚University Institute for Advanced International Studies’.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3095.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Villa Bartholoni, erbaut 1828, enthält heute das Museum für Wissenschaftsgeschichte.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3096.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>In der Mitte das Palais Wilson, welches 1872 erbaut wurde, zunächst Sitz des Völkerbundes, später auch der ILO wurde und heute das Büro des Hochkommissariats für Menschenrechte enthält. Hier habe ich in der ersten Woche zusammen mit den Fellows Briefings genossen.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3097.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>An der Hafeneinfahrt.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3098.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Im Anschluss an diese Rundfahrt begebe ich mich zu einem thailändischen Imbiss, von wo ich mir ein appetitliches Hühnchengericht mit nach hause bringe. Später mache ich mich noch mal mit dem Fahrrad auf den Weg. Dieser führt mich zunächst in die Nähe der UNO, deren Anlage ich nördlich umfahre. Dabei komme ich an einem Gebäudekomplex vorbei, der mit Stacheldraht, Betonbarrikaden, und diversen Absperrungen gesichert und von schwer bewaffneten Soldaten bewacht wird. An einer großen Fahne ist leicht zu erkennen, dass es sich um die amerikanische Botschaft handelt. Die Soldaten sehen nicht aus, als würden sie es dulden, dass Passanten Fotos machen. Diese Einrichtung befindet sich in unmittelbarer Nähe der ILO.</p>
<p>Auf dem Rückweg komme ich dann auch beim John Knox Center vorbei und bin froh, nicht mehr hier zu wohnen. Das ist das Gebäude der Weltgesundheitsorganisation. Es ist bemerkenswert, wie viele Gebäude internationaler Organisationen mitten in die grüne Landschaft gebaut sind.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3099.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Das trifft auch auf die ILO zu, die heute in diesem Gebäude untergebracht ist.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3100.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Auf der Wiese im Vordergrund weiden Pferde. Wenn ich im Büro das Fenster aufmache, höre ich sie gelegentlich wiehern.</p>
<p><img src="http://cambodia.mellenthin.de/wp-content/3101.jpg" width="450" height="337" alt="" title="" /></p>
<p>Da es von hier bergab geht, brauche ich nur etwa 15 Minuten bis nach hause. Das ist auch gut so, denn es fängt wieder an zu regnen. Ich gönne mir die erste heiße Dusche im neuen Heim und verbringe den Abend mit Lesen und Schreiben und einigen Southpark-Folgen.</p>
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